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Natuurbegraafplaats - Fragen

Fragen

1. Welchen Unterschied gibt es zwischen einer Naturruhestätte und einem Friedhof?
Eine Naturruhestätte ist keine normale Begräbnisstätte bzw. kein normaler Friedhof. Aber im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Friedhof bietet unsere Naturruhestätte eine natürliche Umgebung und wesentlich mehr Freiheiten. Unsere Naturruhestätte liegt eingebettet in Wälder, Wiesen und Äcker. Wir haben bewusst auf eine Umzäunung aus Draht oder Hecke verzichtet und auch keine Öffnungszeiten festgesetzt. Menschen sind jederzeit herzlich willkommen und Tiere haben hier auch freien Zugang.
Die Gräber liegen willkürlich verstreut oder auf selber ausgesuchten Plätzen irgendwo im Wald, so wie auf einem Flickenteppich oder einer Patchwork-Decke.

2. Wie muss der Gedenkstein oder das Grabmal beschaffen sein?
Die Gräber im Bergerwald können mit einem Findling, mit Kieselsteinen oder einer Basaltstele gekennzeichnet werden. Das Aufstellen von Kunstgegenständen ist nach Absprache möglich, wenn sich dieser Kunstgegenstand in die Atmosphäre des Bergerwaldes einfügt. Es ist selbstverständlich auch möglich, das Grab nur mit einem kleinen Holztäfelchen, auf dem der Name des Verstorbenen steht, zu kennzeichnen.
Hinsichtlich der Grösse des Findlings gibt es keinerlei Beschränkungen. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass ein Grabmal absolut umsturzsicher aufgestellt werden muss, damit es nicht beim ersten Herbststurm umfällt und Schaden anrichtet. Darüber hinaus müssen die Grabmäler einen Abstand von 10 cm zur Grabgrenze einhalten. Der Zwischenraum zwischen den einzelnen Gräbern ist aus technischen Gründen erforderlich.  Beispielsweise, damit eine Grabeinfassung möglich ist oder eine Abgrenzug zum Nachbargrab bzw. um das Einsacken des Grabmales auf einem Nachbargrab zu verhindern.
Dadurch, dass im Bergerwald keine Gedenk- oder Grabsteinpflicht besteht, wie das auf anderen Friedhöfen üblich ist, kann eine Grabstelle im Bergerwald durchaus preiswerter als auf einem normalen Friedhof sein. Stehende oder liegende Grabsteine können leicht eine Grössenordnung von mehreren tausend Euro erreichen. Ausgaben, die Sie im Bergerwald sparen. Außerdem entfällt eine Grabpflege im herkömmlichen Sinn.
Der Bergerwald beherbergt viele Findlinge. Hier können Sie sich Ihren entsprechend aussuchen und es entstehen keine Kosten. Sie dürfen sich auch Ihren Findling mitbringen. Die Basaltstelen sind gegen einen kleinen Kostenbeitrag bei uns zu erwerben.
Sollten Sie einen Kunstgegenstand oder ein anderes Grabmonument aufstellen wollen, dann bedarf es unserer Zustimmung. Auf jeden Fall ist hierzu eine schriftliche Anfrage zusammen mit einem Plan oder einer Abbildung an die Verwaltung zu stellen. Sie erhalten dann in kurzer Zeit eine Stellungnahme.

3. Gibt es auch Gräber für Kinder und was kosten sie?
Ja, selbstverständlich haben wir einen besonderen Bereich für Kinder reserviert. Im Bergerwald, sind die für verstorbene Kinder vorgesehenen Gräber, nicht irgendwo an den Rand gedrängt, sondern sie liegen in einem ganz zentralen Teil, denn Kinder sind ja auch immer der Mittelpunkt in unserem Leben.
Aufgrund der grossen Auswahl können individuelle Kindergräber aber überall im Bergerwald sein, Sie können frei wählen.
Die Kosten für ein Kindergrab – bis zum Alter von 18 Jahren – entsprechen 75 % der Gebühr der Erwachsenengräber. Man kann auch hier zwischen einem Normalgrab mit einer Laufzeit von 10 Jahren und den verschiedenen Typen von Eigentumsgräbern mit unterschiedlichen Liegezeiten und Grössen wählen.
Für Kleinkinder –  Babys –  wird nach Absprache lediglich die Fläche eines Urnengrabes zugrunde gelegt und damit auch nur die Gebühr für ein Urnengrab berechnet, auch wenn das Kleinkind nicht eingeäschert zur letzten Ruhe gebettet wird.

4. Treten Sie für eine umweltbewusste Bestattung ein?
Selbstverständlich legen wir großen Wert auf eine umweltfreundliche Bestattung, denn unlackierte und nicht mit Chemikalien behandelte Särge sind bei uns vorgeschrieben. Jeder Bestatter mit einem Umweltsiegel bietet solche Särge an.
Unsere Naturruhestätte ist daher selbstverständlich Vorbild für eine umweltgerechte Bestattungspraxis. Grundsätzlich respektieren wir auch die persönlichen Entscheidungen und Verfügungen der Hinterbliebenen. Es besteht somit auch eine Wahlfreiheit, ob man mit oder ohne (umweltverträglichen) Sarg, in einem Leinentuch, einem Weidenkorb oder wie auch immer bestattet werden möchte. Allerdings sind Särge und Urnen aus nicht verrottbaren Materialien, insbesondere aus Kunststoff, nicht erlaubt.
Darüber hinaus dürfen die Verstorbenen nicht mit synthetischer Kleidung, sondern ausschliesslich mit Naturfasern bekleidet, im Bergerwald zur letzten Ruhe gebettet werden.

5. Führt eine ständig frei begehbare Naturruhestätte nicht automatisch zu Vandalismus?
Man kann keinesfalls davon sprechen, dass das Risiko von Vandalismus im Bergerwald hoch oder höher als anderswo ist. Zum einen ist Vandalismus auf Friedhöfen kein allgemein vorkommendes Phänomen. Die einzigen Meldungen, die sich mit dem Phänomen des Vandalismus auf Friedhöfen befassen, erscheinen auf den Titelseiten der Boulevardpresse. Die Tatsache, dass auf eine Anzahl von mehr als 2 Millionen Gräbern in den Niederlanden höchstens 10 beschädigte oder zerstörte Grabsteine je Jahr kommen, belegt, dass Vandalismus auf Friedhöfen wirklich kein Problem ist. Eine der häufigsten Gegenstrategien, wie andere Friedhöfe auf Vandalismus reagieren, besteht darin, den Friedhof bzw. die Begräbnisstätte rund um die Uhr geöffnet zu halten. Damit ist jederzeit eine soziale Kontrolle gewährleistet. Daher ist der Bergerwald auch rund um die Uhr frei begehbar. Es dürfte trotzdem selbstverständlich sein, dass keine wertvollen Gegenstände auf den Gräbern aufgestellt werden.

6. Kann ich auch als Auswärtiger oder auch als Ausländer auf ihrer Naturruhestätte beigesetzt werden?
Im Bergerwald soll und kann jeder beigesetzt werden, ungeachtet von Religion, Überzeugung, Wohnort, Nationalität, Herkunft oder Hautfarbe.

7. Kann auf dem Grab ein bereits existierendes Familien- oder Grabmonument aufgestellt werden?
Leider nein. Traditionelle Grabmonumente sind im Bergerwald nicht zugelassen ausser den Findlingen oder einem Holztäfelchen mit dem Namen des Verstorbenen, um das Grab zu kennzeichnen. Einfach gesagt: Alles das, was auf einem konventionellen Friedhof Vorschrift oder Regel ist, ist im Bergerwald nicht erlaubt. Dies dient vor allem dazu, den Charakter und die Eigenart des Bergerwaldes und damit unserer Naturruhestätte zu erhalten.

8. Kann man ein bereits erworbenes Grab auch gegen ein anderes tauschen?
Ein Umtausch ist selbstverständlich so lange möglich, wie noch niemand in dem Grab bestattet ist. Während der Reservierungszeit kann man „umbuchen“.Das ist auch dann möglich, wenn man sich möglicherweise voreilig für einen bestimmten Grabtyp entscheiden hat, es sich anschliessend aber anders überlegt hat. Bei einem Tausch von Gräbern des gleichen Typs fallen keine Kosten an.

9. Ist eine Verlängerung des Grabrechts von mehr als 10 Jahren möglich?
Ja, aber nicht in einem Mal. Die niederländischen Bestattungsvorschriften erlauben für bestehende Grabrechte bzw. Liegezeiten eine Verlängerung von maximal 10 Jahren. Nach Ablauf dieser 10-Jahres-Periode kann wieder um 10 Jahre verlängert werden. Nach dem niederländischen Bestattungsrecht ist es allerdings sehr wohl möglich, die Länge der ersten Liegezeit bzw. die Länge des ersten Grabrechtes frei festzulegen. Daher raten wir Ihnen, die Länge der ersten Periode für die Liegezeit bzw. für das Grabrecht gut zu überlegen.

10. Kann ich einen bereits auswärts Bestatteten in den Bergerwald umbetten?
Hinweis: Die folgenden Ausführungen beziehen sich ausschliesslich auf das niederländische Bestattungsrecht!
Ja, auch das ist möglich. Für eine Umbettung ist allerdings eine Genehmigung der Gemeinde erforderlich, in der der Verstorbene zurzeit zur Ruhe gebettet ist. Normalerweise werden die entsprechenden Genehmigungen dann erteilt, wenn der Antrag in einem Zeitraum von maximal zwei Monaten oder nach Ablauf von zehn Jahren nach der Bestattung erfolgt. In besonderen Fällen sind auch Ausnahmen möglich, aber das ist mit der Gemeindeverwaltung zu erörtern.
Urnen können jederzeit umgebettet werden. Hierzu ist keine behördliche Erlaubnis erforderlich.
Hinweis für Deutschland: Die Gesetzeslage sieht in Deutschland anders aus, hierzu können Sie sich an Ihr Friedhofsamt wenden. Es werden nur Umbettungen zugestimmt, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Für Fragen hierzu steht Ihnen Frau Ingrid Hoerner von www.weg4u.de zur Verfügung.

11. Bei der Beschreibung der Gräber ist angegeben, dass man nach Absprache eine Auswahlmöglichkeit hat. Was ist damit gemeint?
Normalerweise liegen Allgemeingräber an bestimmten Stellen um einen grossen Baum, im Kreis angeordnet. „Nach Absprache“ bedeutet hier, dass man die Ausrichtung des Allgemeingrabes angeben kann. Beispielsweise nach Süden oder Osten.
Mit „Auswahlmöglichkeit“ ist gemeint, dass man sich den Platz des Grabes (Eigentumsgrab) auf dem gesamten Gelände aussuchen kann.
Die Gräber im Bergerwald liegen nicht in preussisch ausgerichteten Reihen, sondern mehr wie ein Flickenteppich über das gesamte Terrain verteilt. Die verschiedenen Grabtypen liegen willkürlich verstreut durch- und nebeneinander.
Selbstverständlich erfolgt nach Absprache mit Ihnen über Ihre Auswahl bzw. über die Wahl des Platzes eine technische Überprüfung, ob an dieser Stelle ein Grabrecht verpachtet werden kann.
Gegebenenfalls muss die ausgesuchte Stelle ein wenig verschoben werden, damit nichts beschädigt wird, wie z. B. Baumwurzeln, Leitungen oder die Rechte von anderen Grabinhabern.

12. Ich habe ja die freie Wahl, welchen Gedenkstein oder welches Grabmal ich auf mein Grab setzen lasse. Wie kann ich verhindern, dass direkt neben meinem Grab ein völlig unpassender Gedenkstein oder ein völlig unpassendes Grabmal aufgestellt wird?
Bei der Auswahl oder der Entscheidung für einen bestimmten Grabtyp wird der Interessent danach gefragt, welche Art von Gedenkstein oder Grabmal er bevorzugt. Im Bergerwald wird darauf geachtet, dass die verschiedenen Grabtypen an vorher bestimmten Stellen ausgewiesen werden, damit die verschiedenen Grabmal- und Gedenksteintypen auch optisch einen ansprechenden Eindruck hinterlassen. Eigentlich dürfte es nicht vorkommen, das ein Grabmal oder der Gedenkstein aus der Reihe fällt. Es sei denn, man wählt bewusst ein Grab zwischen zwei bereits bestehenden Gräbern aus. Eine andere Option besteht darin, eine Grabstelle mit einer grösseren Oberfläche auszuwählen oder darin, eine zusätzliche Fläche anzumieten.

13. Kann ich statt eines Gedenksteins oder eines herkömmlichen Grabmals auch einen Baum oder einen Strauch pflanzen?
Es ist nicht möglich Bäume zu pflanzen. Man kann sich einen bereits vorhandenen Baum aussuchen, ihn quasi „adoptieren“, und daran ein Grab oder ein Urnengrab einrichten.

14. Kann ich mir auch selbst einen Gedenkstein oder ein Grabmal nach eigenen Vorstellungen für mein Grab herstellen?
Ja, das ist selbstverständlich möglich, so lange das Grabmal in den Grenzen des Grabes bleibt und sich natürlich auch in die Ästhetik der Ruhestätte einpasst. Allerdings gilt diese Vorgabe selbstverständlich für alle Gedenksteine und Grabmäler. Auch hier gilt: bitte zunächst Rücksprache mit dem Verwalter halten.

15. Wir möchten die Bestattung nicht öffentlich sondern in einem kleinen Kreis bzw. in aller Stille stattfinden lassen.
Der Bergerwald steht selbstverständlich auch für nicht öffentliche Bestattungen bzw. Beisetzungen in aller Stille offen.

16. Welche Möglichkeiten gibt es, um eine Verabschiedung (Trauerfeier) auszurichten?
Der Bergerwald verfügt über eine ansprechende Räumlichkeit mit einer anthroposophischen Atmosphäre. Der Raum ist für ca. 150 Personen ausgelegt und besticht durch seine gläsernen Wände, die einen wunderschönen Ausblick auf den Wald und die weite Umgebung frei geben.
An zentraler Stelle der Ruhestätte liegt ferner ein halbrunder Versammlungsort, auf dem eine Verabschiedung (Trauerfeier)abgehalten werden kann. Die Holzbänke bieten ungefähr 170 Trauergästen Platz. Diese Stelle wird von jungen Bäumen, wie in einer Allee gesäumt, die nach und nach zu einer grossen Laube bzw. einer Pergola zusammenwachsen sollen. Diese Bäume müssen allerdings noch zu einem richtigen Blätterdach zusammenwachsen, damit man hier in einer aussergewöhnlichen und ansprechenden, natürlichen Umgebung, Abschied nehmen und dem Verstorbenen die letzten Ehre erweisen kann oder um einen Feldgottesdienst feiern zu können.

17. Verfügt der Bergerwald über ein eigenes Bestattungsunternehmen?
Angrenzend an den Bergerwald gibt es ein Bestattungsunternehmen mit einem offenen Aufbewahrungsraum und weiteren Aufbewahrungskammern. Der Bergerwald kooperiert mit diesem Bestattungsunternehmen. Für die Nutzung dieser Einrichtung wird durch das Bestattungsunternehmen eine separate Rechnung erstellt.

18. Kann Bergerbos alle Abwicklungsformalitäten für eine Bestattung übernehmen?
Ja. In einem Umkreis von 500 m befinden sich hierzu mehrere Möglichkeiten, die alle im Bergerwald erforderlichen Formalitäten in unserem Auftrag erledigen. Der Bergerwald kooperiert mit diesen Bestattungsunternehmen, die jeder eine eigene Ausrichtung haben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass wir auch einen Bestatter aus ihrer Nachbarschaft beauftragen.
Wir machen hier lediglich auf die verschiedenen Möglichkeiten aufmerksam, ohne eine Wertung zu diesen Unternehmen abzugeben.

19. Kann man im Bergerwald auch einen Baum als Gedenkplatz oder als Grabstelle erwerben?
Selbstverständlich ist das möglich. Man kann sich für einen alten Baum aus dem Waldbestand entscheiden. Man muss allerdings der Tatsache Rechnung tragen, dass man wegen der Wurzeln eines alten Baumes nicht zu dicht an diesem begraben werden kann. Voraussetzung hierzu ist, dass man ein grösseres Grab erwirbt.
Bei einem Urnengrab ist es auch bei einem kleineren Grab möglich, näher an oder direkt neben einem Baum bestattet zu werden.

20. Kann man auch einen Gegenstand oder eine Sache mit ins Grab nehmen, an dem oder der man zu Lebzeiten besonders gehangen hat oder zu der man eine besondere emotionale Beziehung gehabt hat?
Ja, das geht. Allerdings müssen diese Gegenstände aus leicht verrottbaren Materialien beschaffen sein. Gegebenenfalls haben wir allerdings keine Einwände gegen solche Materialien, die nicht umweltschädlich sind und die den Boden oder das Grundwasser nicht schädigen können. Umweltschädliche Gegenstände, zum Beispiel solche, die Batterien enthalten oder aus Plastikmaterialien hergestellt sind, werden keinesfalls erlaubt.

21. Wie viele Verstorbene können in einem Grab zusammen bestattet werden?
Im Bergerwald kann man mit zwei Personen übereinander in einem Grab bestattet werden. Allerdings muss man es vorher vereinbaren, damit bei der ersten Bestattung das Grab entsprechend tiefer ausgehoben werden kann. Weiter kann man über einem Verstorbenen auch noch eine Urne beisetzen oder die Asche eines Verstorbenen auf dem Grab verstreuen.

22. Kann man im Bergerwald die Asche eines Verstorbenen auch einfach im Wald verstreuen?
Anonymes verstreuen der Asche ist nur möglich ohne Begleitung durch die Angehörigen in bestimmten Grabfeldern!

23. Wir haben eine Bestattungs- oder Sterbeversicherung abgeschlossen. Übernimmt die Versicherung auch die Kosten einer Bestattung im Bergerwald?
Das hängt von der Art der Versicherung ab. Bei einer Kapitalversicherung hat man die freie Wahl, was man mit dem Geld macht. Sachversicherungen erstatten allerdings in der Regel lediglich eine Grabstelle in einem Allgemeingrab. Darin kann man als Eheleute aber nicht zusammen beigesetzt werden.
Man kann allerdings für einen solchen Fall eine Zusatzversicherung abschliessen oder einen bestimmten Geldbetrag bei der Niederländische Bestattungshilfe (Grafzorg Nederland, Zutphensestraatweg 7, NL-6881 WN Velpe (Gld), Tel. 0031(0)26–361 79 00, www.grafzorg.nl, info@grafzorg.nl) hinterlegen. Die Hinterlegung eines Geldbetrages bei der niederländischen Bestattungshilfe sichert den Werterhalt durch einen Inflationsausgleich.

Hinweis für Deutschland
Kapitalversicherung = Lebensversicherung: Auszahlung ist nicht Zweckgebunden!
Sterbegeldversicherungen: Sollten Sie sich genau informieren. Da gibt es Unterschiede!

24. Welchen Vorteil bietet mir die Möglichkeit, ein Grab schon zu Lebzeiten zu reservieren?
Der Vorteil besteht darin, dass man sich selbst ein Grab aussuchen und man sich dieses Grabes absolut sicher sein kann. Das Grabnutzungsrecht und Kosten sind direkt aktuell.

25. In der Preisliste findet sich ein Kapitel über die Pflege. Was ist damit gemeint?
Der Begriff „Pflege“ bezieht sich immer auf die allgemeine Pflege des Bergerwaldes. Hierunter sind die Pflege und der Unterhalt der Bäume, des Parkplatzes, der Wege, die Parkeinrichtungen und die Benutzung von in Planung befindlichen Einrichtungen wie z. B. eines Gebäudes mit sanitären Einrichtungen, Frischwasser, Strom, Abfall und den 1001 Dingen, über die keine separate Abrechnung erfolgen, enthalten.
Die individuelle Pflege des Grabes und des Grabsteines ist immer Aufgabe des Eigentümers bzw. des Interessenten.

26. Kann ich auch dauerhaft Blumen auf das Grab pflanzen?
Selbstverständlich können Sie das machen. Aber um den Charakter der Naturruhestätte zu erhalten, halten wir eine Liste mit solchen Blumen und Pflanzen vor, die auf dem Gelände eine natürliche Bereicherung sein können und die sowohl mit dem hier vorkommenden Boden zurecht kommen als auch einigermassen Schatten vertragen.
Bei den Pflanzen und Blumen aus der Massenzucht, die man in Blumengeschäften und Supermärkten kaufen kann, handelt es sich in der Regel um durchgezüchtete und hochveredelte und daher wenig natürliche Varianten, die nicht im Wald heimisch sind und daher auch nicht hierhin gehören.

27. Wie muss der Gedenkstein oder das Grabmal dauerhaft unterhalten werden?
Das Prinzip einer Naturruhestätte besteht u. a. darin, dass die Gräber im Gegensatz zu einem normalen Friedhof keiner dauerhaften Pflege bedürfen sollen. Damit ist gemeint, dass die Gedenksteine oder die Grabmäler so beschaffen sein sollen, dass sie diese Anforderungen auch ohne grosse Pflege erfüllen. Das hängt natürlich auch ein wenig davon ab, wie Sie diese Vorgabe interpretieren. Die Gräber sollen aber auf jeden Fall eine natürliche und zum Wald passende Ausstrahlung haben.
Sie können daher einen Gedenkstein auch vermoosen lassen und die Pflanzen sich natürlich entwickeln lassen, je nach Geschmack und Vorstellung. Es gibt jedoch zwei wichtige Vorschriften. Die erste besagt, dass Pflanzen und Sträucher nicht so verwildern dürfen, dass sie über die Nachbargräber wachsen, falls der Nachbar das nicht möchte. Die Bepflanzung muss so gepflegt werden, dass sie die Grenzen des Grabes nicht überwuchern. Die zweite Vorschrift verlangt, dass stehende Grabsteine und andere Monumente ausreichend im Boden verankert werden müssen. Gegebenenfalls ist ein entsprechendes Fundament, z. B. aus Beton, zu erstellen. Eine verkehrsgefährdende Situation durch lockere Grabsteine etc. ist unverzüglich zu beseitigen. Menschen und Tiere dürfen nicht durch umsturzgefährdete, lose und wackelige Grabsteine etc. gefährdet werden.

28. Wie kann ich sicher sein, dass mir die Grabstätte, die ich reserviert habe, auch noch nach Jahren oder Jahrzehnten zur Verfügung steht?
Der Bergerwald ist ja eine ganz junge Naturruhestätte. Das wird durch die rechtliche Absicherung gewährleistet. Die Stiftung Naturruhestätte Bergerwald (Stichting Natuurbegraafplaats Bergerbos) ist in der Tat eine ganz junge Naturruhestätte, verfügt aber über eine erfahrene Verwaltung und umsichtige Berater. Der Bergerwald ist u. a. Mitglied des nationalen niederländischen Bestattungsverbandes (Landelijke Organisatie van Begraafplaatsen) und einer Stiftung von Bestattungsunternehmen (Stichting Kontakten Uitvaartwezen). Die Form einer Stiftung wurde gewählt, um die Kontinuität nicht vom Gutdünken einer Person abhängig zu machen.
Wenn Sie ein Grab reserviert haben, wird mit einem offiziellen Rechtsakt ein Grabrecht begründet, so wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Ein Grabrecht lässt sich durchaus mit einem Baurecht vergleichen. Dieses Grabrecht kann auch nicht ohne Weiteres einseitig aufgekündigt werden. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Bergerwaldes ist enthalten, dass auch bei einem Eigentümerwechsel das Grabrecht in vollem Umfang erhalten bleibt.
Darüber hinaus ist die Festlegung als Begräbnisstätte im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Weiterhin ist diese spezielle Flächennutzung durch eine Gemeinderatsverfügung in bestehendes Recht umgesetzt.
(Hinweis: In Deutschland ist die Ausweisung in einem Flächennutzungsplan lediglich behördenverbindlich, das heisst, eine Gemeinde hat sich zunächst daran zu orientieren, welche Nutzung für eine bestimmte Fläche im Flächennutzungsplan vorgesehen ist. Für den Bürger bzw. den Eigentümer wird eine im Flächennutzungsplan ausgewiesene Flächennutzung erst dann verbindlich, wenn in einem Bebauungsplan, einer Einzelbaugenehmigung oder einem ähnlichen Verwaltungsakt diese vorgesehene Flächennutzung verbindlich gemacht wird. Ein diesem deutschen Recht vergleichbarer Verwaltungsakt liegt für den Bergerwald vor).
Es ist natürlich grundsätzlich möglich, die Nutzung als Begräbnisstätte auch wieder aufzuheben. Dies ist aber nach niederländischem Recht äusserst schwierig. Eine Umwidmung kann frühestens 50 Jahre nach der letzten Bestattung erfolgen. Ausserdem müssen zu diesem Termin alle Grabrechte verfallen sein. Es ist nicht zu erwarten, dass der Gemeinderat den Flächennutzungsplan ändert, so lange hier noch Gräber vorhanden sind. Daher ist auch für mögliche andere Eigentümer keine andere Flächennutzung möglich.
Hinweis: Aussagen zu rechtlichen Verbindlichkeiten beziehen sich ausschliesslich auf niederländisches Recht, welches vom deutschen Recht abweichen kann. Verbindlich ist auf jeden Fall das niederländische Recht.

29. Haben die Hinterbliebenen ein Mitspracherecht?
Selbstverständlich haben die Hinterbliebenen ein Mitspracherecht. Fragen, Tipps und Wünsche können z. B. in der Vorbesprechung zur Beisetzung besprochen und verbindlich geregelt werden.
So sind beispielsweise auf Anregung und Wunsch von Hinterbliebenen die Vorschriften zum Thema Grababdeckung verschärft und Schilder aufgestellt worden, dass Besucher ihre Hunde anleinen müssen.
Wünsche, Klagen und Anregungen können jederzeit an uns herangetragen werden. Seien Sie versichert, dass wir diese Dinge, unabhängig vom Bestehen einer Interessengemeinschaft der Hinterbliebenen, immer ernst nehmen.

30. Wir sind kinderlos. Wie können wir sicher sein, dass nach unserem Ableben alle vertraglichen Vereinbarungen eingehalten werden?
Sie können selbstverständlich in einem Testament alle Rechte an einem Grab nach Ihrem Ableben an einen Bruder oder eine Schwester oder auch an einen guten Freund oder eine gute Freundin übertragen.
Sie können die Verfügungsgewalt und das Sorgerecht an ihrem Grab auch an die niederländische Bestattungshilfe (Grafzorg Nederland, Zutphensestraatweg 7, NL–6881 WN Velpe (Gld), Tel. 0031(0)26–361 79 00, www.grafzorg.nl,  info@grafzorg.nl) übertragen. Diese Stiftung ist aus einer Vielzahl alter Familienstiftungen entstanden, die sich um solche Gräber gekümmert haben, bei denen es keine direkten Hinterbliebenen gibt. Sie ist nach der niederländischen Kriegsgräberfürsorge (Oorlogsgravenstichting) mit 55.000 Gräbern der grösste Ruhestättenverwalter in den Niederlanden. Sie können mit dieser Stiftung alle Vereinbarungen treffen, die sich auf die Beisetzung und die Pflege des Grabes beziehen, so zum Beispiel die Verlängerung von Grabrechten, die Bezahlung der Grabpflege und eventuelle Reparaturen an Grabmonumenten.

31. An wen kann ich mich im Falle von Beschwerden wenden?
Für Beschwerden ist unsere Direktion zuständig. Falls diese Ihrer Beschwerde nicht oder nicht vollständig abhelfen kann, können Sie sich auch schriftlich an die Vorstand wenden. Wenn auch hier keine Einigung erzielt wird, besteht die Möglichkeit, sich nötigenfalls auch an den niederländischen Ombudsmann für das Bestattungswesen (Ombudsman Uitvaartwezen) zu wenden, dem sich unsere Stiftung angeschlossen hat. Die Anschrift dieses unabhängigen Beschwerdeinstituts ist:
Ombudsman Uitvaartwezen
Postbus 217
NL-1270 AE Huizen.
Beschwerden müssen grundsätzlich schriftlich eingereicht werden.
Sollten Sie weitere Fragen haben, die hier nicht behandelt wurden, können Sie selbstverständlich jederzeit mit der Direktion Kontakt aufnehmen. Wir sprechen gut deutsch.